Unterrichtung nach §34a der Gewerbeordnung

Was ist die Unterrichtung nach §34a GewO bei der IHK?

Die Unterrichtung nach § 34a GewO wird nur durch die IHK durchgeführt und stellt grundsätzlich die Mindestvoraussetzung für eine Tätigkeit im Bewachungsgewerbe dar. Für Sicherheitspersonal sind hier 40 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten vorgesehen.

 

Unterrichtungen werden in deutscher Sprache durchgeführt. Daher sind ausreichende Sprachkenntnisse Voraussetzung sowohl für die Anmeldung, als auch die Teilnahme am Unterrichtungsverfahren. Die Sprachkenntnisse müssen mindestens auf dem Kompetenzniveau B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens liegen (§ 6 Abs. 1 BewachV). Kammern behalten sich vor, die Sprachkenntnisse zu überprüfen und Teilnehmern mit nicht ausreichenden Sprachkenntnissen den Unterrichtungsnachweis zu versagen.

 

Durch mündliche und schriftliche Verständnisfragen wird getestet, ob die Teilnehmer sowohl mit den notwendigen rechtlichen Vorschriften und fachspezifischen Pflichten, als auch den Befugnissen sowie deren praktischer Anwendung vertraut sind.

 

Darüber hinaus besteht eine 100-prozentige Anwesenheitspflicht (§ 6 Abs. 2 BewachV).

Die Unterrichtung wird unter anderem für folgende Tätigkeiten benötigt:

  • Objekt- und Werkschutz
  • Streifendienst
  • Geld- und Werttransport
  • Sicherheitskurierdienste
  • Empfangsdienst im Objektschutz
  • Veranstaltungsschutz (z. B. Ordnertätigkeiten)
  • Personenschutz
  • Ermittlungsdienst

Quelle: Seite „Bewachungserlaubnis“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 25. April 2020, 21:42 UTC.
URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Bewachungserlaubnis&oldid=199284748 (Abgerufen: 9. Juni 2020, 15:04 UTC)


IHK-Sachkundeprüfung §34a Gewerbeordnung

Was ist die §34a GewO Sachkundeprüfung?

Die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO wird durch die örtliche IHK durchgeführt, sie ist in einen schriftlichen Teil von 120 Minuten sowie einen mündlichen Teil (Einzel- oder Gruppenprüfung, 15 Minuten je Teilnehmer) aufgeteilt. Die Sachkundeprüfung ist erforderlich für Kontrollgänge im öffentlichen Verkehrsraum oder in Hausrechtsbereichen mit tatsächlichem öffentlichen Verkehr (beispielsweise Fußgängerzonen, öffentliche Parks) oder Einkaufszentren (sog. Citystreifen), für Kaufhausdetektive (Schutz vor Ladendieben) oder Türsteher / Einlasskontrolle bei gastgewerblichen Diskotheken oder bei Tätigkeit in Leitender Funktion bei der Bewachung von Flüchtlingsunterkünften und Leitender Funktion bei zugangsgeschützten Großveranstaltungen.

 

Inhalte der Sachkundeprüfung:

  • Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung,
  • Bürgerliches Gesetzbuch,
  • Straf- und Verfahrensrecht,
  • Unfallverhütungsvorschrift Wach- und Sicherungsdienste,
  • Umgang mit Menschen, insbesondere Verhalten in Gefahrensituationen, Deeskalationstechniken in Konfliktsituationen und interkulturelle Kompetenz
  • Grundlagen der Sicherheitstechnik.
  • Gewerberecht
  • Datenschutz
  • Umgang mit Verteidigungswaffen

Quelle: Seite „Bewachungserlaubnis“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 25. April 2020, 21:42 UTC.
URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Bewachungserlaubnis&oldid=199284748 (Abgerufen: 9. Juni 2020, 15:04 UTC)

Ablauf der Sachkundeprüfung §34a GewO

Die Prüfung beginnt mit einem Multiple-Choice-Test mit 72 Fragen. Insgesamt gibt es 100 Punkte zu erreichen. Um zu bestehen benötigen Sie 50 Punkte. Haben Sie bestanden, findet im Anschluss die mündliche Prüfung statt.